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Briefmarken sammeln:  Freude mit Gewinn
Seit jeher bietet das Sammeln von Briefmarken neben einer spannenden Freizeitbeschäftigung
viele weitere faszinierenden Vorteile, die weltweit von Millionen Sammlern (Philatelisten)
geschätzt werden.
Briefmarken dienen zur Freimachung von Postsendungen und werden durch Stempel entwertet.
Die ersten Briefmarken führte die britische Post auf Vorschlag von Sir Rowland Hill am
06.05.1840 ein. Als erster deutscher Staat folgte 1849 Bayern. Neben den regulären Freimarken
gaben die einzelnen Postverwaltungen schon früh Marken zu besonderen Anlässen (Gedenk-
und Sondermarken) und für besondere Zwecke (z. B. Dienstmarken, Portomarken,
Flugpostmarken, Wohlfahrtsmarken) heraus.  Kurz nach  Erscheinen der ersten Briefmarken
wurden diese ein Gegenstand des Sammelns.
Briefmarken beeindrucken durch die aufwändige Gestaltung und die filigrane Darstellung
besonderer Ereignisse verbunden mit einer hochwertigen Druckproduktion. Es sind Kunstwerke
im Kleinformat. Damit gleichzeitig Kultur- und Bildungsträger der jeweiligen Epoche.
Seit jeher sind Briefmarken „Aktien des kleinen Mannes“ und stellen durch die hoheitliche
Herausgabe der einzelnen Länder ein währungsähnliches Zahlungsmittel dar. Die Beständigkeit
des Wertes in Verbindung mit der durch das Sammeln produzierten Nachfrage lassen Preise
einzelner Werte deutlich steigen und bieten Raum für Spekulationen und gewinnorientiertes
Handeln. Der „Verbrauch“ der Marken zu Portozwecken und die zum Teil geringen Auflagen
reduzieren die Verfügbarkeit der Werte ebenso wie Währungswechsel und Vernichtungen der
jeweiligen Postverwaltungen. Im Gegensatz zu Notengeld und Aktien haben Briefmarken Kriege
und Wirtschaftkrisen überstanden. Sie sind leicht und platzsparend aufzubewahren und mit
etwas Fachkenntnis einfach zusammenzutragen.
Neben den wertorientierten Aspekten bieten die Briefmarken insbesondere zu Beginn der
Sammeltätigkeit jedoch weit mehr. Geschichtliche Abläufe, Katastrophen und Ereignisse von
besonderer Bedeutung lassen sich ebenso dokumentieren wie politische und geographische
Zusammenhänge.
Natürlich ist auch  die  Freude und Liebe zum Motiv oder zur Thematik ein Grund, warum die Lust 
zum Sammeln geweckt wird. So gibt es z.B. Sammler von Flora- und Fauna-Motiven,
technikinteressierte als auch eventorientierte Sammler oder einfach Sammler von Ansichten und
Bildern der Heimat. Auf einzigartige Weise stellen die Briefmarken die Kultur der einzelnen
Länder dar. Andere Ausgaben der Miniatur- Kunstwerke  erinnern an bedeutende Sportereignisse
wie die Olympischen Spiele oder Fußball-Weltmeisterschaften. Briefmarken zu sammeln
bedeutet immer auch sich zu bilden – und das auf die denkbar angenehmste Weise.
Genauso vielfältig wie der Grund für das Sammeln sind auch die Sammelgebiete, die  dem
Einzelnen keine Grenzen setzen. Gesammelt wird was Spass macht. Leitlinien für das
Zusammentragen der „Schätze“ sind die Briefmarkenkataloge - allen voran der Michel-Katalog -
die alle erschienenen Briefmarken dokumentieren und neutral preislich bewerten. Letzteres ist
besonders wichtig, um eine Werteinschätzung, und sei es nur als Tauschbasis, zu erhalten.